Unsere Positionen

Die Bürgerinitiative setzt sich für drei Ziele ein:

  1. Keine Bebauung der Fläche zwischen Kreisel und Eisenbahnbrücke
  2. Ansiedlung von Supermärkten auf Alternativstandorten
  3. Dialog zwischen Bürger*innen und dem Bürgermeister/Gemeinderat

zu 1.
Wir setzen uns für den Erhalt der schönen Landschaft im Labertal zwischen Verkehrskreisel und Eisenbahnbrücke ein. Wir lehnen eine Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet ab, die Auswirkungen auf die Flora und Fauna der benachbarten FFH-Gebiete wäre immens. „In Bayern werden täglich ca. 13,1 Hektar zugebaut (Schnitt der letzten Jahre). Auf das ganze Jahr gerechnet sind es 4.781 Hektar, in etwa eine Fläche von der Größe des Ammersees.“ [Quelle]

zu 2.
Mitten in Beratzhausen gibt es eine brachliegende Fläche und direkt nebenan ein leerstehendes Gebäude in dem bis vor wenigen Jahren ein Supermarkt war. Hierzu befindet sich die Marktgemeinde seit langem im Rechtsstreit mit der Norma. Es gibt bereits interessierte Investoren, die ein Einkaufszentrum mit Discounter, Vollsortimenter und einer Einrichtung für betreutes Wohnen errichten wollen.
Im Ortsteil Oberndorf steht seit längerem das ehemalige BayWa-Gelände leer, ein Supermarkt hier war aufgrund angeblicher Belastungen des Bodens durch den Vorbesitzer nicht möglich. Eine Bebauung mit über 40 Wohneinheiten scheint nun kein Problem zu sein.
Am Zehentberg wird aktuell das Baugebiet „Zehentberg VI“ erschlossen, die Idee im Anschluss hieran noch zwei Supermärkte (Vollsortimenter und Discounter) zu bauen fand im Gemeinderat keinen Anklang.

zu 3.
Im vergangenen Herbst hat die Bürgerinitiative Unterschriften gesammelt, innerhalb kurzer Zeit kamen knapp 600 zusammen. Diese wurden dem Bürgermeister präsentiert mit der mehrfachen Bitte um einen Dialog.

Die Bürgerinitiative hat stets betont, dass die Einreichung und der damit verbundene Bürgerentscheid nur das letzte Mittel sein kann. An einem Dialog mit der Bürgerinitiative hatten weder der Bürgermeister noch der Gemeinderat Interesse. Stattdessen wurde darauf gedrängt den Bürgerentscheid sogar noch vor der Entscheidung des Kreistags über eine Herausnahme der betreffenden Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet durchzuführen. Es wäre für die Gemeinde kostengünstiger gewesen, diese Entscheidung erst abzuwarten, da gar kein Bürgerentscheid notwendig würde, falls der Kreistag dies ablehnt.

Eine Entscheidung, die das Bild der Marktgemeinde nachhaltig verändern wird, sollte nicht nur von Gemeinderat, Bürgermeister und Verwaltung getroffen werden. Hier erhoffen wir uns einen offenen Dialog, der einen Querschnitt der Beratzhausener Bevölkerung mit einbezieht und nicht nur Einzelne zu Wort kommen lässt. Die meisten Bürger haben erst durch einen Zeitungsbericht über den erfolgten Vertragsabschluss von den Plänen zur Bebauung im Labertal erfahren.

Wir empfehlen daher beim Bürgerentscheid am 7. Juli 2019, wie folgt abzustimmen:
Bürgerentscheid 1 (Ratsbegehren):           NEIN
Bürgerentscheid 2 (Bürgerbegehen):       JA
Stichfrage:  Bürgerbegehren (unverbautes Labertal)